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Remigius Bücherei Borken

Chronik

1852
Gründung des Ortsvereins in Borken. Über die Anfangsjahre der Borromäus-Bücherei gibt es nur wenige Informationen. Bekannt ist lediglich, dass ein Kanonikus als Bücherei-Beauftragter die Leitung inne hatte und ihm schon damals ehrenamtliche Helfer zur Seite standen.

1911
Die Bücherei verzeichnet 151 Vereinsmitglieder, 62 Leser und 2100 Bände mit stolzen 6884 Ausleihen, schließlich fand die Ausleihe nur am 1. und 3. Sonntag des Monats in der Schule statt: von 11-12 Uhr für die Bauernschaft und von 16-17 Uhr für die Stadt.

1939 – 1945 Kriegsjahre
Diese in wirtschaftlicher Not fruchtbare Zusammenarbeit fand in der Kriegszeit ein jähes Ende: Bis 1943 beschlagnahmte die Gestapo 5134 von 5696 Bänden und hinterließ lediglich einen spärlichen Restbestand von 562 Bänden. Dieser Rest wurde mit dem gesamten Inventar im März 1945 durch „Feindeinwirkung“ zerstört.

Wiederaufbau
Man fing mit Hilfe von Buchspenden aus der Bevölkerung im Kindergarten an der Johanneskirche mit einem Minimalbestand wieder an. Drei Jahre später erinnerte man sich an die gute Zusammenarbeit vor dem Krieg und Kanonikus Benker bat den Magistrat der Stadt an den Vertrag von 1929 wieder anzuknüpfen. Seinem Antrag wurde entsprochen und der daraufhin geschlossene Vertrag bildete die Grundlage für alle weiteren Verträge und Übereinkünfte zwischen der Kirchengemeinde und der Stadt Borken. Es folgten Umzüge in einen Raum unter die Sakristei der St. Remigius-Kirche und später in die Ölbergkapelle.

Umzug in das „alte“ Kapitelshaus
Die Bücherei bekam schließlich ein eigenes Gebäude – das alte Kapitelshaus -, in dem man die Bücher erstmals als Freihandbestand präsentieren konnte, d.h. die Leser konnten sich selbst Bücher im Regal aussuchen.

Umzug in den Vennehof
Unter der Leitung von Schwester Guida erfolgte 1980 der Umzug in den Vennehof, wo sich die Bücherei seitdem in guter Nachbarschaft mit Familienbildungsstätte und Stadthalle befindet.
Am 4. Oktober 1980 weihte der ehemalige Propst Domkapitular Pricking die neue Bücherei dort ein: eine mit Tonkassetten- und Videoanlage ausgestattete moderne Mediothek auf 800 m2.

Renovierung der Remigius Bücherei
Wo 1980 Video- und Tonkassettenanlage viel Platz einnahmen, stehen nach einer größeren Renovierung 2001 Internet-Plätze und der Online-Katalog der Remigius Bücherei.
Die Verbuchung wurde auf Computer umgestellt.

2002
150-jähriges Bestehen der Remigus Bücherei